DotA 2 erhält neue Competitive Season 2017-2018

Erst vor wenigen Wochen äußerte sich Toby Dawson besorgt über die Zukunft des DotA 2 eSports und der dazugehörigen Community. Er forderte Valve unter anderem dazu auf, die Struktur der kompetitiven Turniere und Events zu überdenken. Kleinere Turniere sollten mehr Unterstützung und Förderung durch den Spielentwickler erhalten, sodass diese beim Wettbewerb mit den Valve Majors mithalten können. Vor allem müsse sich laut „Tobi Wan Kenobi“ jedoch das Qualifikationssystem für das große The International verändern. Egal ob Public Spieler oder Profis – Toby Dawson sprach vielen der DotA Community aus der Seele. Seine Meinung wird hoch geschätzt.

DIE ÜBERRASCHENDE ANKÜNDIGUNG

Nun, ca. fünf Wochen vor dem eSport-Spektakel, meldet sich Valve Software höchst persönlich zu Wort und kündigt mit der Competitive Season 2017/2018 einige grundlegende Veränderungen für den Weg zum The International 2018 an. So möchte man in Zukunft auf die hauseigenen Major-Turniere verzichten und dafür verstärkt mit mehreren Third-Party-Tournaments zusammenarbeiten. Valve plant somit das Sponsern von zwei verschiedenen Turnierarten – den Majors und Minors. Zudem erhalten die Spieler, die an diesen Turnieren teilnehmen, sogenannte Qualifikationspunkte. Diese Punkte sollen als einziger Faktor für die Ermittlung von Einladungen zum The International 2018 dienen. Qualifizierungspunkte werden auf der Grundlage des Gesamtpreises eines Turniers vergeben. Ein Major Event vergibt dabei allerdings mehr Punkte pro Preispool-Dollar als ein Minor. Zudem gewähren Turniere, die zeitlich nah am The International liegen, nochmal einen Bonus. Um das Wechseln der Spieler außerhalb der Sperrzeiten zu erleichtern, tragen lediglich die besten drei Punkteverdiener eines jeden Teams zur effektiven Gesamtpunktzahl des Teams bei. Die dazugehörige Rangliste soll für Jedermann zugänglich und ersichtlich sein.

VORAUSSETZUNGEN FÜR DAS SPONSORING

Major-Events müssen einen Preispool von mindestens $500.000 vorweisen, während der von Minor-Events nicht weniger als $150.000 bilden darf. In beiden Fällen wird Valve das Preisgeld jedoch um diesen Mindestwert erhöhen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass beide Turnierarten mindestens $1.000.000 bzw. $300.000 zur Gewinnausschüttung bereitstellen werden. Um einen fairen Wettbewerb gewährleisten zu können, müssen sowohl Majors als auch Minors mindestens eine Qualifikationsrunde für jede der sechs primären Regionen (NA, SA, SEA, EU, CN und CIS) anbieten. Darüber hinaus müssen beide Eventarten schließlich ein örtliches LAN-Turnier für die Finalspiele organisieren. Zur Vermeidung von Kollisionen der Turniertermine während der Season, möchte Valve die Leitung der Terminvergabe übernehmen.

EINE GUTE ENTSCHEIDUNG

Durch die Kooperation mit den Third-Party-Events erfährt das professionelle DotA 2 mehr Entfaltung, Förderung und Verbreitung, was wiederum zu mehr Präsenz und Aufmerksamkeit führen wird. Positiv also für alle Beteiligten. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird ebenso die Freischaltung des Crowdfunding-Systems für die kommenden Majors und Minors nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Sicherlich sind mit diesen Neuigkeiten nicht alle Probleme beseitigt. Doch Valve unternimmt mit diesen Änderungen für die folgende Season einen großen Schritt in die richtige Richtung. Bitte weiter so!

Den originalen Blog-Beitrag findest du hier.

Bildquelle: DotA 2

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