The International | 18 Teams für die Gruppenphase stehen fest

Es ist besiegelt. Insgesamt 18 Teams aus den Main Qualifiers treten bald die Gruppenphase des The International 2017 an. Dort wird in zwei Gruppen à neun Teams entschieden, wie die Ausgangslage für das große eSports-Event geformt wird. Während die ersten vier Plätze der beiden Gruppen in das obere Bracket ziehen, wandern Platz fünf bis acht in das untere Bracket. Die beiden letztplatzierten Teams müssen die Heimreise antreten und nehmen somit nicht am Hauptevent in Seattles KeyArena teil.

GROßE ÜBERRASCHUNGEN ABER AUCH ENTTÄUSCHUNGEN

In Nordamerika konnte sich Team NP absolut souverän als Regionssieger behaupten und schafft mit acht Siegen und nur einer Niederlage den direkten Einzug zum The International. Damit bestätigt der deutsche Profispieler Adrian „FATA-“ Trinks und das kanadischen Team weiterhin eine starke Leistung. Team Freedom erreicht mit gleicher Sieg/Niederlagen-Statistik nur den zweiten Platz und muss dadurch in die Playoffs. Nach einem anfänglichen Sieg gegen Digital Chaos kam es im Playoff-Finale aber zur Revanche. Digital Chaos, die sich mit Platz fünf haarscharf in die Playoffs gerettet haben, zeigten anschließend aber einmal mehr was sie wirklich drauf haben und schritten mit einem 3:0 Endergebnis gegen Team Freedom als Sieger vom Feld.

 

In Südamerika sah das Weiterkommen der Teams etwas anders aus. Hier traten die ersten vier Plätze in den Playoffs erneut gegeneinander an. Somit gab es keine direkte Qualifikation für den Ersten. Diese vier Teams waren Midas Club Elite, SG-esports, Infamous und Mad Kings. Jedes der sechs Spiele wurde dabei zu Null ausgetragen, was nicht gerade gewöhnlich ist. Am Ende ziehen die Peruaner von Infamous beim Best-of-Five gegen SG e-Sports mit einem 3:0 in die nächste Runde von The International.

 

Die Region Europa bot wohl die größte Überraschung der Main Qualifiers. Das vollkommen neu geformte und somit unbekannte Team Planet Dog schlug sich in den Playoffs erfolgreich gegen Team Singularity, Danish Bears und schließlich mousesports durch. Wer hätte damit gerechnet? Ein grandioser Start für das europäisch bunt gemixte Team. Weniger überraschend war der Gruppensieg von Team Secret. Das Team von Clement „Puppey“ Ivanov musste sich lediglich einmal gegen mousesports geschlagen geben. Die von vielen ersehnte Wiedergeburt von Alliance ist leider ausgeblieben. Im Verlauf der Champions Qualifiers vor einer Woche haben die Schweden als Gruppensieger bei ihren Fans viel Hoffnung entstehen lassen. Mit 3:6 hat Alliance jedoch doppelt so viele Spiele verloren wie gewonnen und scheidet damit vorzeitig aus. Die Griechen von mousesports zeigten gute Leistungen, mussten sich aber im Playoff-Finale gegen Planet Dog geschlagen geben. Das Potential für die Zukunft ist allerdings klar erkennbar.

 

Während in Europa Planet Dog für die größte Überraschung sorgte, hat Natus Vincere wohl den Part der Enttäuschung eingenommen. Mit Platz fünf konnte sich das Team von Danil „Dendi“ Ishutin nicht für die Playoffs der russischen Region qualifizieren. Somit findet zum ersten Mal ein The International ohne den ersten Sieger des Events von 2011 statt. Alle vier Teilnehmer der Playoffs haben sieben Siege und zwei Niederlagen verbucht. Die Ausgangslage konnte also nicht fairer sein. Am Ende setzte sich Team Empire aber erfolgreich gegen Team Spirit mit einem soliden 3:0 durch.

 

In Südostasien zieht wie erwartet TNC Pro Team als Erstplatzierter direkt in die kommende Gruppenphase ein. Das erste Spiel gegen Clutch Gamers ging verloren, doch wie durch eine Ohrfeige erwacht wütete TNC Pro Team in den folgenden acht Spielen wie ein Orkan durch die Matches und fuhr einen Sieg nach dem anderen ein. Fnatic, Mineski, Clutch Gamers und Execration mussten sich in den Playoffs nochmal beweisen. Da in dieser Region der Sieger aus dem oberen und unterem Bracket weiterkommt, haben sich sowohl Fnatic wie auch Execration erfolgreich durchgegeboxt und begleiten TNC in die nächste Runde.

 

Wie in der Vorschau bereits erwähnt kämpften hier viele große und namhafte Teams um das Weiterkommen. Als Regionssieger konnte sich hier iG Vitality behaupten, die als einziges Team einen wirklichen Leistungsunterschied zu den anderen Teilnehmern bewiesen haben. Enttäuschende Gesichter waren vor allem bei EHOME und CDEC Gaming zu sehen. Beide Teams haben den Sprung auch in diesem Jahr zum The International nicht geschafft. Dafür erreichte EHOME.Keen gemeinsam mit Vici Gaming, LGD.Forever Young und LGD Gaming die Playoffs. Genau wie in Südostasien ziehen hier die Sieger aus dem oberen und unteren Bracket weiter. Sowohl LGD Gaming wie auch LGD.Forever Young konnten diese Plätze einnehmen.

 

Wann die Gruppenphase startet ist noch unbekannt. Sobald die Termine aber feststehen, erfährst du es hier!

Bildquelle: Wykrhm Reddy | Liquipedia DotA2

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